English    Русский    Español    Nederlands    Deutsch    Italiano    Français
Header Image

Fragen

  • Könnt ihr mehr darüber sagen, was Tensegrity® ist?

    Tensegrity® ist die moderne Form von Praktiken für Wohlbefinden und gesteigerte Bewusstheit, die der Yaqui-indianische Seher Don Juan Matus seine Schüler lehrte. (Für eine umfassendere Beschreibung von Tensegrity®, klickt bitte hier.) Die Praktiken umfassen Bewegungen und Bewegungsfolgen, die als Magical Passes® (magische Bewegungen) bekannt sind, die Selbstprüfung bzw. Rekapitulation, das Träumen und die Stille.

    Don Juan bezeichnete mitunter die Ausübenden des Wissens seiner Linie als „Zauberer“. Damit meinte er Wesen, die aktiv mit der Quelle in Verbindung stehen – der Intelligenz des Universums, die sich in den Sternen, in der Erde, in allem, was uns umgibt, widerspiegelt. Die Übungen von Tensegrity® helfen uns, mit der Quelle verbunden zu bleiben, wobei wir erkennen, dass wir mit allen Wesen in wechselseitiger Verbindung stehen.

    Und es wird mehr Leichtigkeit in allem sein, was du tust – gleichgültig, ob du z. B. ein Bäcker bist oder ein Lehrer oder was auch immer – wenn du dir der Verbindung mit der Quelle bewusst bist.

    Von einem Ort der Nichtverbundenheit aus gesehen – dort, wo wir Zerstreuung oder Bestätigung durch andere suchen – können Dinge recht “schwierig” erscheinen. Aus diesem Grunde streben wir nach der Verbindung. Macht ein kleines Experiment: Achtet auf das Gefühl, wenn ihr zu euch sagt: „Ich bin nicht verbunden“ und wenn ihr zu euch sagt: „Ich bin verbunden“.

    Letztendlich fallen dualistische Konzepte wie „einfach“ und „schwer“, „verbunden“ und „nicht verbunden“ weg, wenn wir wissen, dass wir Eins mit der Quelle sind. Dies ist der Zustand, in dem wir uns des unveränderlichen Teils unsers Selbst bewusst sind – unseres Wesens, unseres Energiekörpers, unserer Seele.

    Unser Körper und unser Verstand verändern sich unaufhörlich. Im Laufe seines Lebens nimmt jeder von uns verschiedene physische Erscheinungsformen an – Säugling, Kind, Jugendlicher, junger Erwachsener, Erwachsener, älterer Erwachsener usw. Der Verstand wird über diese Erscheinungsformen urteilen, er hat Erwartungen daran, wie der Körper aussehen oder sich bewegen sollte, was er leisten sollte usw.

    Unser Wesenskern erkennt, dass wir, anstelle den sich verändernden Körper zu beurteilen, ihn lieben können – und lieben bedeutet zuhören. So können wir den Verstand bitten, dem Körper zu lauschen anstatt gegen ihn zu anzukämpfen oder ihn zu ignorieren: Was sagt der Körper? Bittet er um mehr Ruhe? Mehr Bewegung? Um ein moderateres Tempo beim Bewegen? Möchte er Nahrung? Mehr Freude?
    Und wir können unseren Gedanken lauschen, wenn wir wissen wollen, ob wir im Augenblick mit der Quelle verbunden sind: Sind sie wohltuend für uns selbst? Sind sie wohltuend für andere? – Die Quelle ist wohltuend und bereichernd.

    Für weitere Informationen, siehe Tensegrity: Die magischen Bewegungen der Zauberer, von Carlos Castaneda

  • Was versteht ihr unter Freiheit?

    Freiheit bedeutet, sich bewusst mit der Quelle zu verbinden. Sie öffnet dein Herz, deine Augen, deine Ohren, so dass du frei bist von den abstumpfenden Wirkungen der Urteile, der Missgunst oder der Vorwürfe gegenüber anderen oder dir selbst – und du kannst die Wunder der Welt sehen und fühlen. Es ist die Freiheit davon, andere dafür verantwortlich zu machen, wenn du nicht das erfährst, was du erfahren willst. Du hast die Macht, dich bewusst mit der Quelle zu verbinden. Dies verleiht dir die Freiheit, allein und mit anderen dein Leben, deine Begegnungen und deine Welt zu träumen.

  • Sind die Tensegrity®-Workshops und -kurse für Anfänger ausgelegt?

    Ja, jeder Workshop und jeder Kurs ist so ausgelegt, dass er sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Praktizierende geeignet ist und dass jeder danach über praktische Mittel für seine tägliche Übung der Bewusstheit verfügt. Auf einer bestimmten Ebene sind wir alle Anfänger, da wir immer vom aktuellen Moment aus starten. Dieser Moment gibt seine Informationen an den nächsten Moment weiter.

  • Was kann ich von einer Tensegrity®-Veranstaltung erwarten?

    Bewegung und Tanz, für alle Körpertypen und alle körperlichen Fähigkeiten zugänglich und auf sie anpassbar; individuelle und interaktive Bewusstseinsübungen in einer förderlichen Umgebung, Musik, Kameradschaft, Selbsterkundung; du wirst am Ende leichter und stärker und verbundener sein, als du es am Anfang warst.

  • Wie oft sollte ich die Bewegungen für mich selbst ausführen? Wie lange? Wie viele Wiederholungen von jeder Bewegung oder Bewegungsfolge?

    Die Bewegungen helfen, den Körper zu beruhigen, was wiederum den Verstand beruhigt, und sie helfen dir, sich mit deinem eigenen Wesen, der Erde und dem Himmel zu verbinden. Und sie können als Barometer für dein eigenes Energieniveau dienen. Deshalb wird empfohlen, dass du sie unter dem Gesichtspunkt deines eigenen Wohlbefindens ausübst. Achte dabei darauf, wie deine Energie fließt. Dies hilft dir, das rechte Maß dabei zu finden, dass du nicht zuviel und nicht zuwenig übst.

    Wenn du müde wirst – wie wunderbar, dass die Bewegungen dich dahin gebracht haben, dass du dies fühlen kannst – tu das, was erforderlich ist. Wenn du dich wirklich schläfrig fühlst, dann ist das der richtige Zeitpunkt für ein Nickerchen.

    Wenn du gar nichts empfindest, während du die Übungen ausführst, könnte es sein, dass dein Verstand mit Erwartungen erfüllt ist: „Ist es jetzt soweit? Ist es jetzt soweit?“ Und an manchen Tagen wird unsere Praxis wunderbar sein, und an anderen Tagen nicht – das alles ist Teil der Erfahrung von Moment zu Moment. Es gibt keine richtige und keine falsche Art des Praktizierens, es gibt nur das „genau jetzt“. Wir passen uns an die Zyklen unseres eigenen Energieniveaus an, an die Zyklen des Tages, der Sonne, des Mondes, der Jahreszeiten, unserer eigenen Lebensphasen usw., um eine nachhaltige Praxis zu schaffen. Als Kinder unserer Kultur interessieren wir uns für die Umweltverträglichkeit und den Kraftstoffverbrauch unserer Autos. Und wie steht es um unsere Körper? Achten wir darauf, was sie uns mitteilen? Oder achten wir eher auf unsere Aufgabenliste (Checken! Checken! Checken!).

    Die Bewegungen und Bewegungsfolgen können uns dazu führen, auf das Folgende zu achten: Wenn du müde bist, ruhst du dich aus? Was erwartest du, wenn du die Übungen ausführst? Lebst du energetisch gesehen über deine Verhältnisse? Lebst du für deinen Verstand und nicht für dein Herz? Die Bewegungen können dich in einen Zustand des Seins versetzen. Was bedeutet das? Es ist ein Ort ohne Worte. Ein Ort, an dem du Entscheidungen treffen kannst, die an einer höheren Ordnung, der Unendlichkeit, ausgerichtet sind.

    Sein bedeutet, auf das Folgende zu achten: Wo befindest du dich? Vielleicht ist heute der richtige Tag, um auf einen Berg zu steigen, und ein anderer Tag ist dafür da, im Sand oder im Gras zu liegen. Unsere Kultur neigt dazu, das „Tun, tun, tun“ hervorzuheben. „Etwas muss getan werden!“ Du kannst also auch darauf achten: Tust du die Übungen eher, als das du sie bist? In allem ist ein Teil des Tuns – so, wenn du die Bewegungsfolge lernst. Und dann lässt du los und fühlst die Bewegungen, du lässt sie auf dich einwirken.

    Und du kannst deinem Körper lauschen, diesem wunderbaren Vehikel, und ihn nicht weiter treiben, als seine Botschaften es wollen – mit einem inneren Dialog wie diesem: „Andere Leute können das, also sollte ich das auch können.“ Jeder ist einzigartig – so ein Vergleich kann somit pures Gift bedeuten. Du erkennst die erfahrensten Praktizierenden daran, dass sie ihr eigenes Schrittmaß beim Praktizieren haben.

    Weitere Informationen

  • Ist es in Ordnung, Tensegrity®-Übungen im Freien zu praktizieren?

    Ja, abhängig von den Umständen. So empfiehlt es sich zum Beispiel, dass du sehen kannst, wo du hintrittst, dass du geeignete Schuhe trägst, dass du extreme Temperaturen meidest und darauf achtest, dass kein starker Luftzug deinen schwitzenden Körper trifft. Natürlich gilt das alles gleichermaßen für das Praktizieren in Räumen wie im Freien. Du solltest alle Faktoren berücksichtigen – deinen eigenen geistigen und Gefühlszustand, dein Energieniveau, die Wetterbedingungen – und wie gewohnt du letztere bist. Bist du z. B. ein Surfer, dann bist du wahrscheinlich kalten Wind gewohnt. Wenn du ihn jedoch nicht gewohnt bist, dann achte besonders darauf. Allgemein empfiehlt es sich für uns Stadtmenschen, kalte Feuchtigkeit auf den empfindlichen Energiepunkten im Genick und im unteren Rückenbereich zu vermeiden; diese sind so empfindlich, weil sie so oft angespannt sind, wenn wir lange Zeit mit überdehnten Wirbelsäulen dasitzen, über unsere Tastaturen, iPads oder Smartphones gebeugt.

  • Sollten wir bestimmte Übungen während bestimmter Tageszeiten oder bestimmter Jahreszeiten praktizieren?

    Ja. Die Bewegungen und Bewegungsfolgen hängen in ihren Wirkungen vom Ort und von der Zeit ab. Und auch in diesem Zusammenhang ist dein eigenes Wesen dein Führer. Du kannst jede Form sanfter oder aktiver ausführen, je nachdem, wie du es als passend empfindest, und dies wird oftmals davon abhängen, ob heller Tag ist oder ob es dunkel ist. Wale verhalten sich z. B. anders, wenn sie sich in der Tiefe des Meeres befinden, wo Dunkelheit herrscht, als wenn sie sich an der Oberfläche befinden, wo es heller ist und sie sichtlich aktiver sind. Mit uns verhält es sich ganz ähnlich. Wenn tiefer Winter herrscht, oder wenn es spät am Abend ist, wirst du vielleicht feststellen, dass du ein Bedürfnis nach sanfteren Bewegungen empfindest, nach mehr Ruhe, und dass du den Energiefluss in deinem Körper, in deinem elektromagnetischen Feld stimulieren möchtest. Dies ist die Zeit für die Wiederherstellung, für das Geheimnisvolle, eine Zeit, in der du beim Praktizieren in tiefere Stille gelangen kannst und zu tiefer Ruhe, während unter der Oberfläche vieles geschieht, was dich auf den nächsten Morgen oder auf den Frühling vorbereitet. Ist hingegen Hochsommer oder heller Tag, wirst du vielleicht das Bedürfnis empfinden, darauf zu achten, wie dein Stand ist, wie du auf deinen Füßen stehst, um dich zu verwurzeln für aktivere Bewegungsfolgen, die den Kreislauf in Schwung bringen.

  • Ist es notwendig, in einer Gruppe zu praktizieren, um den ganzen Nutzen der Tensegrity®-Bewegungen zu erfahren?

    Nein. Alles was tu tun musst, ist üben! In deiner individuellen Praxis wirst du deine eigene Geschwindigkeit finden, und du wirst merken, ob bestimmte Bewegungen oder Abläufe dir angenehm oder weniger angenehm sind. In einer Gruppe hast du die Gelegenheit, Bewegungen zu üben, die du sonst vielleicht nicht praktizierst; andere Praktizierende können bei anderen Tensegrity®-Events gewesen sein und kennen somit andere Übungen, die sie mit dir teilen wollen. Dies könnte deine eigene Praxis erweitern, indem du deine „Gewohnheiten“ bestimmter Bewegungen durchbrichst und deine Neugierde förderst, andere Übungen zu erproben. Eines der Ergebnisse der Bewegungen ist Stille; und generell wird deine Stille innerhalb einer Gruppe tiefer sein, wo du dich mit der Stille der anderen verbindest. Natürlich unterscheiden sich letztendlich die Ergebnisse der Einzel- und Gruppenpraxis voneinander, und es ist interessant zu beobachten, was du dir selbst darüber erzählst, warum du glaubst, du möchtest das eine oder das andere nicht tun.

    Weitere Informationen

  • In den ersten Tensegrity®-Workshops haben wir stundenlang bestimmte Bewegungsfolgen ausgeführt. Jetzt machen wir oft längere Rekapitulationsübungen, und häufig sind die Bewegungsfolgen sanfter oder ruhiger. Was ist anders geworden?

    Unsere Lehrer haben gesehen, dass es von Vorteil war, den Körper und das Wesen mit Tensegrity®-Bewegungen zu sättigen. Ein kraftvolles Vorgehen war erforderlich, um einen neuen praktischen Konsens zu schaffen, in dem Vitalität, Wohlbefinden und erweiterte Bewusstheit die neue Regel war. Und diese Sättigung wurde erreicht. Als dies geschehen war, erkannten sie zum einen, dass die Praktizierenden die einzelnen Übungen oder Abläufe weniger häufig ausführen mussten und trotzdem die gleichen Wirkungen erzielten.

    Zum anderen erkannten sie, dass es Zeit war, den gewaltigen energetischen Schwung, der bei den Praktizierenden durch die Sättigung mit Bewegung erreicht worden war, dahingehend zu nutzen, dass diese ernsthaft damit begannen, sich mit ihren eigenen Interaktionen in ihrem Leben und im Alltag auseinanderzusetzen. Andernfalls wäre die gewonnene Energie nur dafür verwendet worden, noch hartnäckiger an den alten Mustern von Glaube, Gedanken und Handlungen festzuhalten, wohingegen die Rekapitulation uns die Möglichkeit eröffnet, die durch die magischen Bewegungen gewonnene Energie für neue Arten der Interaktion zu verwenden.

  • Wer lehrt Tensegrity®?

    Tensegrity® wird durch die Schüler Carlos Castanedas Renata Murez und Nyei Murez sowie durch deren assoziierte Instruktoren gelehrt, und neuerdings auch durch weltweit etwa 150 Vermittler in Ausbildung. Die erste Gruppe zertifizierter Vermittler von Tensegrity® wird im November 2013 ihr Zertifikat erhalten.

  • Was ist ein Vermittler von Tensegrity®?

    Jemand, der Führungsqualitäten und Initiative bewiesen hat, indem er eine örtliche Tensegrity®-Praxisgruppe organisiert, der eine intensive Ausbildung hinsichtlich aller Aspekte von Tensegrity® durchlaufen hat und die sechs Tensegrity®-Kursserien, die zur Ausbildung von Stufe I zählen, angeleitet hat. Ihre Aufgabe besteht darin, zu vermitteln, d. h., es einer anderen Person zu erleichtern, sich mit ihrem eigenen Wesen zu verbinden und dabei zu helfen, ihr die Werkzeuge des Tensegrity® verfügbar zu machen, die sie auf ihrer Suche braucht. Die Schönheit von Tensegrity® besteht darin, dass es auf der Annahme beruht, dass wir alle sämtliche Ressourcen in uns haben, die wir brauchen, um unsere Ausrichtung mit der höheren Ordnung der Unendlichkeit zu finden. Tatsächlich kann uns niemand, der uns hilft, wirklich sagen, was das beste für uns ist – dies ist die individuelle Entscheidung von jedem einzelnen. Ein Tensegrity®-Vermittler respektiert diese Fähigkeit in jedem, der zu ihm kommt.

    Carlos Castaneda war fasziniert von etwas, worauf R. B. Fuller hingewiesen hat. Fuller, der von 1895 bis 1983 lebte, sagte am Ende seines Lebens, dass während seiner Lebenszeit die Alphabetisierungsrate von 5 % auf 65 % angestiegen sei. Und dass dies alles für uns verändert habe. Wie noch nie zuvor haben wir direkten Zugang zum Wissen. Und das bedeutet, dass das, was in unserer Zeit wirklich zählt, die Integrität des Individuums ist. Wir können nicht länger „unschuldige Zuschauer“ spielen, die zusehen, wie andere die wichtigen Entscheidungen fällen, die uns alle betreffen. Wir können uns informieren und selbst auf Basis der Informationen Entscheidungen treffen. Sowohl Fuller als auch Castaneda waren sehr optimistisch in dieser Hinsicht – wir haben tatsächlich die Option, als Gattung Mensch den Erfolg zu wählen.

  • Wie kann ich ein Vermittler von Tensegrity® werden?

    Für weitere Informationen über das Programm und die Anforderungen, klickt bitte hier.

  • Bietet ihr private Tensegrity®-Sessions an?

    Ja. Diese Angebote sind eine wunderbare Möglichkeit, Anregungen dafür zu bekommen, wie ihr eure eigene tägliche Praxis der Bewusstheit gestaltet und wie ihr euer Leben träumt. Weitere Informationen

  • Ich las in Carlos Castanedas Büchern, dass wir die persönliche Geschichte auslöschen müssen. Bedeutet das, dass ich meine Freunde und meine Familie verlassen muss?

    Auf gar keinen Fall! Wie er sagte, bedeutet es lediglich, euer Urteil über sie und über euch selbst hinter euch zu lassen. Es bedeutet, eure beschränkenden Sichtweisen über sie und über euch selbst zu beobachten und in Frage zu stellen.

  • Ich las auch in den Büchern eurer Lehrer, dass man Energie verliert, wenn man einen Sexualpartner hat, und dass man sexuell enthaltsam leben muss, wenn man träumen will. Was soll ich tun?

    Die Frage ist eher, wie man generell seine Energie in allen Lebensbereichen einsetzt. Sind wir bei dem, was wir tun und wählen, wirklich präsent oder sind wir abgelenkt oder zerstreut? Du kannst nicht träumen, wenn du zerstreut bist, wenn deine Energie überall verstreut ist. Bei allem, was wir tun, ob wir nun einen Snack essen oder eine Beziehung beginnen, können wir entweder präsent sein oder zerstreut. Ihr seid also eingeladen, euch selbst zu prüfen: Wie nutze ich meine Energie? Gehe ich pfleglich mit mir um oder esse ich Süßigkeiten?

    In ihren Geschichten schrieben unsere Lehrer über Traumenergie und sexuelle Beziehungen das, was ihnen erzählt wurde, als sie selbst noch junge Schüler waren: Dass bei einer sexuellen Vereinigung Energiefelder der Partner miteinander verschmelzen, und dies auf der tiefsten energetischen Ebene. Wir nehmen die Gedanken, die Sehnsüchte, die energetischen Schwingungen unseres Partners in uns auf. Aus diesem Grund empfahlen unsere Lehrer, eine Pause einzulegen und die Energie zunächst zu sparen, einschließlich der sexuellen Energie, so dass man sich selbst kennenlernen kann – was sind deine eigenen Gedanken, Sehnsüchte, Herausforderungen usw.? Was willst du? Welches sind deine Erwartungen? Welches ist deine bisherige persönliche Geschichte, deine Lebensstory? Wer bist du? Und welches ist deine persönliche Geschichte bezüglich Partnerschaften? Welche Muster hast du von deinen Eltern und deiner Herkunftslinie geerbt oder übernommen? Welche entstammen deiner Kultur?

    Laut Don Juan bilden, wenn du dich auf sexueller Ebene mit einem Partner vereinigst, eure beiden Energiefelder ein drittes Feld. Unsere sexuelle Energie ist unsere schöpferische Energie, unsere Traumenergie – was letztendlich bedeutet, dass es unsere evolutionäre Energie ist. Was möchtest du in deinem Leben träumen, wohin willst du dich entwickeln? Was möchtest du mit der anderen Person zusammen träumen, erschaffen oder entwickeln? Wenn wir jemandem in einer intimen Partnerschaft begegnen, wollen wir das so bewusst wie möglich tun. Und wenn wir eine Familie gründen, dann kann dieses dritte Feld im Zusammenhang mit einer bewussten, wirklich liebevollen, geheiligten Vereinigung ein wunderbares Feld zur Unterstützung für jedes Familienmitglied werden.

    Eines der ältesten Bilder der Alchemie repräsentiert das Verschmelzen des Männlichen und des Weiblichen. Aus dieser Vereinigung soll Gold entstehen. So gesehen ist es eher ein geheiligtes Verschmelzen als eine „Entspannung“ oder eine „Flucht“, wie unsere Konsumentenkultur dies manchmal beschreibt. Dies scheint Teil der Schattenseite unserer Konsumentenkultur zu sein – etwas, das ursprünglich heilig war – wie die sexuelle Vereinigung, oder Maiskörner, oder Schokolade, oder Tabak – zu nehmen und es in eine Suchtware zu verwandeln.

    Um uns als Gattung weiterzuentwickeln, müssen wir uns an das Geheiligte in allen Aspekten unseres Lebens zurückerinnern, einschließlich des Geheiligtseins der sexuellen Energie.

  • Ich las auch in den Büchern von Carlos, dass, wenn man Kinder hat, Löcher im eigenen Energiefeld entstehen und dass man “seinen Schneid verliert”? Hilfe!

    Carlos Castaneda sagte, dass, als er seine Bücher schrieb, er seine Ausbildung bei seinem Lehrer beschrieb und dass er hoffe, dass der Leser daraus bestimmte Prinzipien für sein eigenes Lebens ableiten kann. Zu diesen Prinzipien zählt der makellose Umgang mit der eigenen Energie, was bedeutet, sie auf weise Art zu nutzen. Wenn du Kinder haben und großziehen möchtest, dann tu dies bewusst. Wenn wir Kinder ohne ein solches Bewusstsein erziehen – was bedeutet, dass wir von ihnen erwarten, dass sie unsere unerfüllten Sehnsüchte erfüllen oder unsere unverwirklichten Träume ausleben, oder dass wir danach streben, dass sie uns lieben und aus diesem Grunde nicht die notwendigen Grenzen setzen, oder dass wir Ärger auf sie haben und sie als Vorwand dafür nehmen, dass wir unsere eigenen Träume nicht leben können –, dann kann dies dazu führen, dass man Energie verliert; und dies kann vom Auge eines Sehers dieser Linie als Löcher in unserem Energiefeld wahrgenommen werden.

    Erziehen wir unsere Kinder hingegen mit Bewusstheit, erkennen an, dass sie Geschenke der Unendlichkeit sind und dass wir viel von ihnen lernen können, dann haben wir einen großen Vorteil. Wir sind dann unaufhörlich dazu motiviert, uns von der exzessiven Beschäftigung mit dem „Ich“ zu befreien und statt dessen ein anderes Wesen zu träumen, und gemeinsam zu träumen.

    Und wenn wir sie etwas tun sehen, das ihrer Gesundheit oder der Gesundheit anderer schadet, können wir Grenzen setzen. Gleichzeitig können wir uns selbst prüfen – mache ich selbst so etwas? Habe ich so etwas schon getan?

    Was das „Verlieren des Schneids“ angeht: Natürlich geht ein Teil unserer besten Energie auf unser Kind über – würden wir uns denn etwas anderes wünschen? Wir schicken die nächste Generation voran mit unserer besten Liebe und Bewusstheit. Im Gegenzug gewinnen wir Zielstrebigkeit, Mitgefühl und das weise Wissen, dass wir keine „Energie zu vergeuden“ haben.

  • Sollte ich meinen Kindern Tensegrity® beibringen?

    Wenn es sie anzieht – wenn sie z. B. fragen, ob sie mitmachen können, wenn du die Tigerform übst, dann ja, auf jeden Fall. Kinder bewegen sich auf natürliche Weise richtig, wenn wir sie nicht davon abbringen.

    Das wichtigste, was man in diesem Zusammenhang wissen muss, ist: Kinder ahmen nach. Sie ahmen unsere Stimmungen und unsere Taten nach. Wenn wir also selbst präsent sind, uns auf gesundheitlich vorteilhafte Weise bewegen und richtig atmen, uns um uns selbst gut kümmern, nicht über uns selbst und andere urteilen, unser Leben genießen, Verantwortung für unsere Taten übernehmen, dann werden auch sie all dies tun.

  • Kann ich meine Yoga-, Kampfkunst- oder Meditationspraxis mit Tensegrity® vermengen?

    Tensegrity® ist zu jeder anderen Praxis kompatibel. Beachtet nur, dass ihr die verschiedenen Dinge voneinander trennt. Wenn ihr z. B. Tai-chi übt, dann tut dies, solange ihr möchtet, und übt danach die Tensegrity®-Bewegungen für sich.

  • Könnt ihr mehr über die Kunst des Träumens sagen?

    Die Kunst des Träumens ist die Kunst der Aufmerksamkeit, die Kunst, bewusst zu sein, worauf ihr eure Aufmerksamkeit im Wach- oder im Schlafzustand richtet. Vieles ist darüber geschrieben worden, dass „dieses Leben ein Traum sei“. Und das ist es tatsächlich, wenn wir verstehen, dass unser gegenwärtiger Wahrnehmungszustand nur einer von vielen ist, die wir erreichen können. Es ist die Kunst zu erkennen, dass es viele mögliche Wege für jeden von uns in dieser menschlichen Form gibt, auf die „Wirklichkeit“ zu reagieren und sie in gewisser Weise auch gestalten zu können. Träumen bedeutet, diese Optionen auf eine systematische, gesunde, absichtsvolle Weise zu erkunden. Wenn wir verstehen, dass alles, was wir erfahren, ein Traum ist, gewinnen wir eine bestimmte Art von Leichtigkeit und Losgelöstheit, die es uns erlaubt damit zu beginnen, uns selbst weniger ernst zu nehmen. Dies ist der Zugang zu einer beginnenden Veränderung unseres Schwingungszustandes, und wenn du deine Schwingung verändern kannst, kannst du den Traum verändern – und du bist frei. Natürlich bedarf dies beständiger Mühe.

  • Wie kann ich auf die Weise träumen, wie sie in Carlos Castanedas oder Florinda Donner-Graus Büchern beschrieben wurde?

    Ihr beginnt damit, in eurem Alltag zu träumen – das bedeutet, euer Urteil über euch selbst und über andere aufzuheben und es der Großmut, der Inspiration, der Anmut, der Liebe des Unendlichen zu erlauben, eure Interaktionen zu leiten. Es ist eine tägliche Praxis des Bewusst-Seins, bei der alle anderen Praktiken des Tensegrity® mithelfen: Du hältst jeden Tag Rückschau auf deine Interaktionen und untersuchst, wo deine Aufmerksamkeit und deine Energie an diesem Tag hingegangen sind. Was möchtest du bei der nächsten Begegnung am nächsten Tag anders machen? Untersuche auch, wo deine Aufmerksamkeit ist, bevor du schlafen gehst. Und schläfst du genug? Beschäftigst du dich mit abträglichen oder wertvollen Geschichten, Gedanken oder Tätigkeiten, bevor du zu Bett gehst? Wenn du auf all dies achtest, wirst du auf natürliche Weise in eine präsentere und erweiterte Aufmerksamkeit in deinen Nachtträumen gelangen. Mit anderen Worten: Das Maß, mit dem du während des Wachens bewusst bist, wird dem Maß, mit dem du in deinem Schlaf bewusst bist, entsprechen.

  • Ich habe gelesen, dass Don Juans Schüler stundenlang ununterbrochen rekapitulierten, in einer großen Kiste oder in einer Höhle. Mein Zeitplan und meine Lebenssituation erlauben das nicht. Was könnt ihr empfehlen?

    Es gibt viele Möglichkeiten zu rekapitulieren bzw. Rückschau auf seine Begegnungen zu halten. Carlos Castaneda beschrieb, wie seine Lehrerin Florinda Matus in einer Kiste rekapitulierte; Taisha Abelar schrieb davon, wie sie ihren Lebensrückblick in einer Höhle begann und ihn später in einem Baumhaus fortsetzte. Florinda Donner-Grau beschrieb, wie sie rekapitulierte, während sie auf dem Lande spazieren ging. Es gibt Praktizierende, die beim Geschirrspülen rekapitulieren, oder wenn sie neben einem Baum sitzen oder an einem ruhigen Platz in ihrem Haus. Was zählt, ist, dass du das tust, was für dich am besten funktioniert, mit der Zeit, die du dafür aufbringen kannst. Du kannst dir am Ende des Tages zehn oder fünfzehn Minuten nehmen und Rückschau halten. Wo ist meine Energie steckengeblieben? Wie kann ich sie freisetzen? Wohin ist sie geflossen? Was kann ich aus meinen heutigen Interaktionen lernen?

    Du kannst auch die Schlüsselszenen deines Lebens durch die ebenso freudvolle wie befreiende Praxis des Theater of Infinity™ rekapitulieren, welches eine Verbindung aller Facetten von Tensegrity darstellt: Magical Passes®, Stille und Träumen. Mit Hilfe von anderen Praktizierenden spielen wir uns selbst oder andere in Szenen aus unserem eigenen Leben. So können wir lernen, dass es im Leben viele Rollen gibt, die wir spielen, viele Masken, die wir tragen. Und wir können uns an diese Rollen durch kontrollierte Torheit anpirschen, d. h., im Bewusstsein unserer Gewohnheiten und Verhaltensmuster; mit Hilfe der kontrollierten Torheit kann ich wählen, ob ich diesem Muster in meinem Verhalten folgen will oder nicht. Wenn ich mich dafür entscheide, dem Muster zu folgen, wird mein innerer Seher das Spiel beobachten.

  • Warum schauen wir so oft auf unsere Vergangenheit? Besteht das Ziel nicht darin, im gegenwärtigen Zeitpunkt präsent zu sein?

    Ja – absolut! Bewusst zu sein im gegenwärtigen Moment. Was bedeutet, nicht darin gefangen zu sein, die Vergangenheit zu bedauern oder zu idealisieren, oder die Zukunft zu fürchten oder mich Phantasievorstellungen über sie hinzugeben. Kennen wir wirklich die Geschichte unserer Vergangenheit. Unserer selbst? Unserer Eltern? Unserer Herkunftslinie?

    Wenn wir eine unvollständige Geschichte unserer Vergangenheit erzählen, dann ist dies die Geschichte, die unsere Gegenwart beherrscht, und höchstwahrscheinlich auch unsere Zukunft.

    Wir können auch lediglich Rückschau auf unsere Interaktionen des Tages halten, und höchstwahrscheinlich wird dies wie ein Hologramm unserer Geschichte sein. Der Grad, mit dem wir uns unserer Geschichte bewusst sind, wird der Grad sein, mit dem wir während unseres Tages bewusst sind.

  • Wie kann ich meine Aufmerksamkeit davon wegbewegen, mich über andere zu beklagen, und statt dessen in mich selbst hineinblicken und mich um mich kümmern?

    Sich um sich selbst kümmern bedeutet, dass du jeden Tag damit beginnst, dein Wesen anzuerkennen. Du machst dich selbst gegenwärtig – nicht vergangen und nicht zukünftig.

    Es bedeutet, auf das Folgende zu achten: Wie beginne ich meinen Tag? Mit Dankbarkeit. Ich kann die anderen nicht ändern; ich kann nur mich selbst ändern, meine Einstellung. Auf diese Weise wird es eine Übung. Wenn ich mich jeden Tag an Orte höherer Schwingungsebenen begebe, höherer Bewusstheit, dann wird es ein Automatismus.

    Wenn jemand anders etwas tut, das dich stört, dann denke einfach daran, dich oder einen Vertrauten zu fragen: „Warum stört mich das so sehr?“ – „Tue ich das vielleicht selbst auch?“

    Wenn du über jemanden verärgert bist, ist das eine Gelegenheit für dich, innezuhalten und dich absichtlich in einen höheren Schwingungszustand zu versetzen. Wenn ein Nagual den Raum betritt, wird der Raum ein wenig reiner. Carlos Castaneda sagte, dass jeder von uns in unserer Zeit sein eigener Nagual sein kann, was bedeutet, das jeder so etwas tun kann – jeder kann den Schwingungszustand um sich herum erhöhen, wenn er den eigenen anhebt.

    Wir hören: „Aber ich habe doch ein Recht darauf, mich zu beschweren!“ Ja, gewiss. Doch die Frage ist: Hilft das irgend jemandem weiter? Anstatt dich über andere zu beschweren, kannst du deine Schwingfrequenz erhöhen, was es anderen leichter macht, das gleiche für sich zu tun.

    Und du kannst auf das Folgende achten: Hat es je etwas gebracht, sich zu beklagen? Wenn du dich beklagt hast, fühlst du dich danach normalerweise nicht leblos und ohne Energie; lässt es dich nicht meistens niedergeschlagen sein?

    Lasst uns folgendes Beispiel betrachten: Es ist interessant, dass wir oft viel verständnisvoller gegenüber Tieren als gegenüber Menschen sind. Ein Hund in einem Zwinger hat eine Geschichte; er kann z. B. in einer Kiste eingeschlossen gewesen und hungrig seinem Schicksal überlassen worden sein, und Bellen war für ihn eine Überlebenstechnik, um Aufmerksamkeit und Nahrung zu erlangen. Und so würden wir sehr verständnisvoll reagieren und uns dem Hund langsam, mit beruhigenden Bewegungen und sanften Worten nähern: „Was ist denn mit dir geschehen? Komm, es ist schon in Ordnung“ usw. Doch wenn ein Mensch uns „anbellt“, verlieren wir oft die Fassung und wir schimpfen auf ihn: „Er / sie kam herein und hat in einem Tonfall geredet! So eine Frechheit!“

    Worauf es ankommt, ist zu beobachten, was eine bestimmte Reaktion bei dir auslöst. Wenn jemand „He, du hässlicher Vogel“ auf der Straße ruft, nimmst du an, du könntest gemeint sein? Oder lachst du und gehst weiter? Wenn ich ein Problem mit meinem Aussehen und meiner Attraktivität habe, werde ich mich angegriffen fühlen. Und ich kann meine eigene Geschichte unter diesem Aspekt betrachten. Freiheit, Wahlmöglichkeit, Zuneigung in unserem Leben – das alles beginnt mit uns, als Wesen, die mit der Quelle, mit der Unendlichkeit in Verbindung stehen; und die Unendlichkeit ist in jedem von uns.

Cleargreen, Inc.

Copyright © 1995-2017, Laugan Productions, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die vollständige oder teilweise Reproduktion ist strikt verboten ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Copyright-Inhabers. Tensegrity®, Magical Passes® und Theater of Infinity® und sind eingetragene Marken.