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Europäische Absolventen der Ausbildung für Vermittler von Tensegrity®, Stufe 2, 2016. Anmeldungen für Stufen 1, 2 und 3 eröffnet. Die Ausbildung beginnt im Oktober 2016.
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Tensegrity® und Theater of Infinity®

Ankündigung unserer Tour nach Yucatan 2017:

Die frühen Bewohner von Yucatan sahen eine Welt der Geheimnisse, in der Pflanzen und Tiere, Elemente und Sterne sprechen konnten, in denen Träume so wirklich waren wie das Alltagsleben, und in der es grenzenlose Möglichkeiten gab. Kommt mit uns auf diese einmalige Tour an einen Ort, der einst Carlos Castaneda inspirierte und ihm neue Wege eröffnete – und der auch für euch neue Wege eröffnen kann!

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Highlights von einem zurückliegenden Workshop:
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The Wheel of Time

Tensegrity® ist die moderne Version des Weges des Navigators—Praktiken und Prinzipien, die helfen, einen Weg mit Herz zu finden und ihn zu gehen. Diesen Weg lehrte Don Juan seine vier Schüler Carlos Castaneda, Florinda Donner-Grau, Taisha Abelar und Carol Tiggs. Don Juan war ein Yaqui-Indianer und Seher, und er war der Anführer einer Gruppe von männlichen und weiblichen Sehern, deren Herkunftslinie vor über zehntausend Jahren in Mexiko ihren Anfang nahm.

Um einen Weg, den man aufrichtig liebt, in seiner ganzen Länge zu gehen, braucht man die Leidenschaft, den Mut, die Vorstellungskraft, die Wachsamkeit, die Disziplin, die Selbsterkenntnis, die Anmut, die Stärke, den Einfallsreichtum, die Effizienz, die Geduld, die Anpassungsfähigkeit und die Demut eines Navigators.

Das ist es, was die Praktizierenden von Tensegrity anstreben: Den Geist des Navigators, jenes Wesens, das sich voll und ganz der Reise auf dem Pfad der Bewusstheit widmet. Der Kampf des Navigators ist nicht der mit seinen Mitmenschen, sagte Don Juan. Auch ist es nicht der Kampf mit sich selbst. Und letzten Endes ist es nicht einmal ein Kampf. Eher ist es ein Sich-Fügen—den energetischen Strömungen des Meeres der Bewusstheit im Universum.

Don Juan sagte, dass die Seher seiner Herkunftslinie behaupteten, dass das Universum ein Meer aus Energie sei—aus Energie, die sich in unaufhörlichem Wandel befinde. Und das zweckmäßigste, was man tun könne, sei, seine Kräfte damit in Einklang zu bringen statt zu versuchen, gegen den unaufhörlichen Wandel anzukämpfen oder ihm zu widerstehen zu versuchen. Dies ist ein Unterfangen, zu dem es der Disziplin eines Navigators bedarf.

Carlos Castaneda betrachtete Tensegrity® als eine sehr passende Beschreibung des Weges des Navigators in unserer Zeit: Eine praktische Art, sich mit sich selbst und der Welt zu verbinden. Der Begriff „Tensegrity“ (tension + integrity, dt. Spannung + Ganzheit) wurde durch den visionären Architekten, Innovator, Ingenieur und Navigator R. Buckminster Fuller geprägt. Fuller wurde in seiner Arbeit durch das inspiriert, was er als den Weg der Natur, mit geringstem Aufwand die größtmögliche Wirkung zu erzielen, ansah. Er beobachtete natürliche Strukturen (von Atomen über Zellen und Bäume bis hin zu Sonnensystemen und Galaxien), in denen die festen Teile durch ein kontinuierliches Netzwerk aus flexibleren Teilen zusammengehalten werden. So wird z. B. die Zelle durch ihre Flüssigkeiten und eine halbdurchlässige Wand zusammengehalten oder das Sonnensystem durch ein Gravitationsfeld. In derartigen Systemen wird jeder von außen wirkende Druck gleichmäßig über die gesamte Struktur verteilt, was ihnen eine elastische Grundspannung verleiht. Dies hilft dem System sich anzupassen und dabei dennoch seine Ganzheit und letztendlich seine Fähigkeit zu wechselseitigen Verbindungen beizubehalten.

Als wunderbares Beispiel einer Tensegrity-Struktur in der Natur verwies Fuller auf einen wesentlichen Träger des Lebens auf der Erde, den Baum. Entstehend aus einem Samen, Wasser, Erde, Luft und Sonnenlicht, wächst ein Baum zu einer Tensegrity-Struktur heran, mit Wasser und Gasen, die in ihm zirkulieren; seine Struktur ermöglicht es ihm, zugleich flexibel und widerstandsfähig zu sein, wenn er sich in den wechselnden Winden wiegt und an die Bewegungen des Bodens anpasst und zugleich Minerale—Teile von Sternenstaub—und Wasser von der Erde in den Himmel befördert.1

Und moderne Ökologen sind sich heute der wechselseitigen Verbindung jedes einzelnen Baumes mit den anderen Bäumen bewusst, mittels derer sich die Bäume an die Bedürfnisse der Wald-Gemeinschaft ausrichten und anpassen.

Es ist diese elastische Ganzheit, wechselseitige Verbundenheit und Fülle, die der Navigator physisch, emotional, mental und energetisch zu verkörpern anstrebe, erklärte Carlos Castaneda. Das ist es, was man braucht, um auf dem Weg, den man gewählt hat, zu bleiben, trotz der unaufhörlichen Anstrengungen, die dafür vonnöten sind und trotz aller Schwierigkeiten. Denn dieser Weg entwickelt sich unaufhörlich weiter, und die Wegbeschreibung findet man nur in seinem Herzen.

Don Juan bezeichnete die Umsetzung dieser Erkenntnis als Kunst der Freiheit—der Freiheit, die energetische Grundlage wahrzunehmen und die Tatsache, dass alles mit allem verbunden ist, zu erkennen, und aus dieser Wahrnehmung heraus zu agieren. Unsere Interaktionen in der Alltagswelt (im Büro, bei einem Festessen, in der Metrostation, beim Spaziergang im Wald usw.) wird dann zu einem außergewöhnlichen Handlungsfeld für unsere erwachende Aufmerksamkeit, eine Gelegenheit, auf das zu reagieren, was tatsächlich gegenwärtig ist, und nicht auf Grundlage der unaufgearbeiteten persönlichen Geschichte zu agieren.

Als Energiewesen nehmen wir wahr, dass Felsen, Pflanzen, Tiere, Elemente, Planeten und Sterne fühlende Wesen sind und ein interaktives Gewebe der Bewusstheit bilden, von dem auch wir ein Teil sind.

Und wir entdecken, dass die Welt, wie wir sie kennen, von einer anderen Welt durchdrungen wird bzw. parallel zu dieser existiert, einer Welt voll fühlender Wesen und Bewusstheit, die als das Meer der Bewusstheit oder als zweite Aufmerksamkeit bezeichnet wird. Und aus dieser Welt können wir grundlegende Informationen, Hilfe und Orientierung für das Navigieren in unserer Welt erhalten. Carlos Castaneda sagte in diesem Zusammenhang:

„Wenn man in einen Zustand der nichtalltäglichen Realität gelangt, dann geht es nur darum, von dort das zu entnehmen, was man braucht, um den wunderbaren Charakter unserer gewöhnlichen Wirklichkeit zu erkennen. Für mich bedeutet der Weg zu leben—der Weg mit Herz—in der Welt präsent zu sein.“ 2

Um unser Wesen auf diese Weise zu integrieren, sagte Don Juan, müsse man makellos sein. Das bedeutet, seine Energie auf weise Art einzusetzen, mehr als sein Bestes für die eigenen Bemühungen zu geben und die Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, die die Energie steigern und sie nicht zerstreuen..

Die miteinander verbundenen Werkzeuge von Tensegrity®, die uns auf diesem Weg helfen können, umfassen das Folgende:

Die Tensegrity®-Bewegungen bzw. die Magical Passes® (Magische Bewegungen): Dies ist die moderne Version von Bewegungen, Körperhaltungen und Atemübungen, die von den Sehern des alten Mexiko in Bewusstseinszuständen, die als Träumen bezeichnet werden, entdeckt wurden, und die helfen, den eigenen Energiekörper zu harmonisieren und im eigenen Wesen einen gesunden physischen und energetischen Fluss wiederherzustellen. Die Übungen werden in Stille ausgeführt oder zu Musik oder Naturgeräuschen getanzt.

Der Lebensrückblick bzw. die Rekapitulation: Eine Rückschau auf die eigene Lebenserfahrung, auf Annahmen, Glaubenssätze und Taten mit Hilfe der Aufmerksamkeit und des Atems. Dies geschieht, um die Lebensenergie zurückzugewinnen, die in unseren Interaktionen zurückgeblieben ist, und um urteilsfrei die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Theater of Infinity® (Theater der Unendlichkeit): Hierbei handelt es sich um eine Theaterform, die in den magischen Bewegungen verankert ist, insbesondere solchen, die die Bewusstheit anderer Lebensformen und ihre Interaktionen in der realen Welt in uns wachrufen, so z. B. für den Narwal, den Schmetterling, den Vogel oder den Wolf. Diese Übung der Bewusstheit ist eine Theaterform, in der wir mit Hilfe der magischen Bewegungen und der Unterstützung unserer Mitschauspieler bzw. Zeugen Szenen aus unserem Leben darstellen. Auf diese Weise lassen wir diese Szenen von der erweiterten Bewusstheit durchdringen, die alle anderen Wesen umfasst, die die Welt, in der wir leben, bevölkern. Diese Bewusstheit verleiht unserer eigenen menschlichen Erfahrung einen weiteren Rahmen und hilft uns, unsere Gewissheit über die Rollen, die wir im Leben angenommen haben, zu zerbrechen. Auf diese Weise erlangen wir eine größere Wahlfreiheit. (Für mehr Information)

Die Kunst des Träumens bzw. die Kunst, präsent zu sein: Dies ist die Kunst, neue Möglichkeiten zu erkennen und mit dem eigenen inneren Seher zu arbeiten—unserem inneren Kompass, der mit der Intelligenz der Unendlichkeit verbunden ist—um diese Möglichkeiten Wirklichkeit werden zu lassen. Das beinhaltet das Führen eines Traumtagebuchs und die Teilnahme an Traumkreisen; dies hilft, die Traumaufmerksamkeit zu schärfen, damit man bemerkt, dass man träumt – sowohl im Schlaf als auch im wachen Zustand.

Innere Stille: Eine tägliche Praxis des Innehaltens; sich hinzusetzen oder hinzulegen und dem inneren Seher zu lauschen. Dies wird unterstützt, indem man sowohl seine Inspirationen als auch seinen inneren Dialog bzw. Monolog aufschreibt.

Indem er diese Werkzeuge nutzt, lässt sich der Navigator von folgendem Grundsatz leiten: Liebe ist die höchste Form der Intelligenz. Die Liebe des Selbst, die Liebe zu anderen, die Liebe zu der Außergewöhnlichkeit dieser Welt. Die Liebe zu genau diesem Augenblick.

1 Fullers Beschreibung dieses Tensegrity-Prinzips findet sich in: Buckminster Fuller: An Autobiographical Monologue/ Scenario, dokumentiert und herausgegeben von Robert Snyder, New York: St. Martin’s Press, 1980 pp. 46-7.

2 “Seeing Castaneda” Psychology Today, Sam Keen, 1972.

 

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